Donnerstag, 19. Juli 2012

Nordkorea

Ostasien bei Nacht (Foto: NASA)
Das sozialistische Nordkorea ist wohl der isolierteste Staat der Erde. Wie Deutschland wurde auch Korea nach dem 2. Weltkrieg in zwei Staaten geteilt: In die pro-westliche Diktatur Südkorea, die bis 1987 bestand, und das kommunistische Nordkorea. Die Staatsideologie ist dabei die von Kim Il-sung entworfene Juche (주체), eine Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus, die die Prinzipien der politischen Selbstständigkeit, der wirtschaftlichen Selbstversorgung und der militärischen Eigenständigkeit beinhaltet. Nordkorea ist sehr militarisiert, ist zudem Atommacht und verfügt über das viertgrößte Militär-Aufgebot der Erde bei gerademal 24 Millionen Einwohnern. Seit Beendigung des Korea-Krieges 1953 herrscht zwischen Süd- und Nordkorea Waffenstillstand, wobei es immer wieder zu "Zwischenfällen" kommt. Während sich Südkorea zu einer Industrienation entwickelt hat, gehört der Norden zu den ärmsten Ländern der Welt. Obwohl beide Staaten aufgrund der unterschiedlichen Systeme verfeindet sind fließen südkoreanische Investitionen u.a. in die nordkoreanische Industrieregion Kaesong und in die Pyongyang University of Science and Technology. Dies soll für die Wiedervereinigung Koreas förderlich sein. Aktuell ist das Regime Nordkoreas wieder stark präsent in den Medien da Generalstabschef Ri Yong-ho seine Ämter aufgeben musste und der Machthaber Kim Jong-un zu Marschall ernannt wurde.

Dokureihe des Schweizer Fernsehens vom Juni 2011
10vor10 vom 20.06.2011
10vor10 vom 21.06.2011
10vor10 vom 22.06.2011
10vor10 vom 23.06.2011
10vor10 vom 24.06.2011

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Videospielparodie über den ehemaligen Machthaber Kim Jong-il