Montag, 5. November 2012

Ein paar Erkenntnisse aus dem Land der Morgenstille

Leider habe ich den Fehler gemacht, kurz vor meiner Abreise aus Gewichtsgründen ein Duschhandtuch rauszutun. In Korea verwendet man in der Regel keine großen Duschhandtücher, sondern kleine Handtücher, so dass man größere Handtücher nicht so einfach bekommt. Eine schöne Annehmlichkeit ist, dass die ganzen Läden auch sonntags geöffnet sind und unter der Woche auch bis 2 Uhr morgens während Restaurants oft 24/7 geöffnet haben. Dadurch muss man nie einen Vorrat anlegen, denn auch über Feiertage haben sehr viele Geschäfte geöffnet. Leider gibt es in Seoul viel weniger Mülleimer als in Deutschland, so dass man sehr lange suchen muss. Jedesmal, wenn ich unterwegs und durstig bin  und mir deshalb eine Dose kaufe, merke ich kurz nach dem öffnen, dass ich einen Fehler gemacht habe, da ich dann eine gefühlte Ewigkeit mit der Dose rumlaufe, bis ich einen Abfalleimer finde. Die meisten Koreaner liegen ihren Müll oft an den Rand und in der Nacht wird dann immer in Seoul aufgeräumt. Die Preise für Taxis sind sehr billig. Einmal durch die halbe Stadt kostet etwa 15.000 Won (etwa 10,50 €). Des Weiteren ignorieren vor allem Taxifahrer die roten Ampeln, aber eigentlich interessieren die hier sowieso fast keinen. Zebrastreifen werden von den Autofahrern hier komplett ignoriert. Die Ampeln zeigen auch immer an, wie lange sie noch sind und sobald die Fußgänger-Ampel auf rot umschwenkt rasen die Autofahrer schon los.

Auf dem Weg vom Flughafen in Incheon nach Seoul ist mir auch aufgefallen, wie langsam die Autos auf einer gut ausgebauten Autobahn fahren. Dahingehend wird wohl kontrolliert. Ich glaube, die maximal Geschwindigkeit ist 100 oder 120 km/h. Die Sitzbreite in den Bussen ist dafür größer als in Deutschland, jedoch nicht die Höhe bis zur Decke. In den Bussen kann ich jedenfalls mit meinen 1,93 m nicht stehen.

Wenn es regnet, haben fast alle hier einen Regenschirm. Anfangs dachte ich, Regenjacken seien hier nicht so populär, aber jetzt wo es kälter wird, werden die auch von den Koreanern getragen. Außerdem haben bei Regen viele Leute Gummistiefel an.

In Restaurants ist es interessant, dass Wasser immer umsonst ist und Beilagen auch und man kann soviel nachbestellen, wie man will. Wie in den USA gibt es in Korea auch gesalzenes Popcorn in den Kinos, was mir leider überhaupt nicht schmeckt. Zum Schluss sei noch angemerkt, dass die meisten koreanischen Studenten sehr gut Englisch sprechen, da dies bereits ab der Grundschule gelehrt wird. Aber auch unter den Nicht-Studenten finden sich einige, die Englisch beherrschen. Vorher habe ich in einigen Blogs gelesen, das Englisch in Korea sei nicht so gut, ich erlebe das allerdings ganz anders...